Video Analytics – Wie misst man den Erfolg?

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Erfolgreiches Video-Marketing besteht aus drei Teilen:

1. Content Marketing: Zunächst muss guter und hochwertiger Content produziert werden, der aktuell und interessant ist und die Zielgruppe anspricht.
2. Distribution: Dann muss Ihr Video natürlich an vielen Orten im Internet verbreitet werden. Die Integration auf zahlreichen Webseiten, Portalen und Kommunikationskanälen.
3. Optimierung: Die permanente Optimierung der Video-Performance sollte fester Bestandteil im Prozess sein.

Das Problem ist nämlich, dass die meisten Marketing Manager nicht genügend Zeit zur Auswertung und Beobachtung ihrer Marketing-Aktivitäten einplanen. Es wird gebaut – und dann in die Welt verstreut. Aber sie haben in der Regel keine Ahnung wo es gelandet ist, wer und wie viele Personen es gesehen und darauf reagiert haben.
Das macht eine Erfolgsmessung und vor allem eine Erfolgsoptimierung sehr schwierig.

Wie trackt und optimiert man Ergebnisse?
Sie wollen mehr ROI (Return-On-Investment) aus Ihrem Video ziehen?
Dann müssen Sie wissen, wie viele Leads, Email-Anmeldungen, Verkäufe und Conversions Sie von einem einzigen Video erzielt haben.

Was ist Video Analytics?
Video Analytics ist das Messen und Überwachen der Video Performance, bei der eine Metrik verwendet wird, wie “Conversion”, “Anzahl Teilen Gesamt”, „Gesamtzahl Abspielen“ oder “Gesamtzeit Abspielen”.

Als Beispiel nehmen wir das Video von uns über die Vorteile eines Erklärvideos:

 

Wenn Sie es auf YouTube integriert haben, können Sie die eigenen Analyse Tools nutzen. Einfach beim Video unter Analytics gehen und eine Menge über Ihre Kunden, Interessenten und das Nutzerverhalten zum einzelnen Video erfahren.

 

YouTube bietet die Möglichkeit zu zeigen, wie viele Personen sich das Video angesehen haben, in welchem Zeitraum und ob sie das ganze Video angesehen haben. Haben Sie danach eine Aktion durchgeführt (Conversion), wie auf einen Anmelde-Button, einen Bestell-Button, eine weitere Landingpage geklickt?

Woher kommt die Zielgruppe, wie sind ihr Internetverhalten und ihr Suchverhalten?

All das und viel mehr können Sie alleine mit dem kostenlosen YouTube Analytics generieren.

Auch bei Vimeo lassen sich unter “Statistiken anzeigen” durch eine kumulierte Übersicht aller Videos und einigen individuellen Filtern Ihre Videos skalieren.

 

Wenn man bei Vimeo in der Statistik sich das Video z.B. hier von Sunny Cars im Detail ansieht und mit der Mouse über die Zeitpunkte geht, werden einem die Anhaben, wie Klicks, Plays und Likes angezeigt.

 

Externe Video-Analytics Tools
Wem diese Infos und Angaben nicht ausreichen oder seine verschiedenen Videokanäle und Video-Distributionsorte kumuliert verwalten möchte, dem bietet sich ein spezialisiertes Video Analytics Tool an, mit dem man unter anderem Echtzeit-Statistiken einsehen kann. Individuelle Reporte von der Zielgruppe, vom Produkt und vom Markt lassen sich erstellen, anpassen und im Dashboard jederzeit anzeigen.

Top Video Marketing und Analytics-Tools:
Vidooly
ShinyStat
OOYALA
Wistia
Tubular Labs

 

Mit Video Analytics höheren ROI erzielen:

1. Setzen Sie Ihre Video-Ziele
Was sollen Sie genau mit Ihrem Video erreichen? Versuchen Sie es so detailliert wie möglich zu beschreiben.
– Wollen Sie Ihren Absatz erhöhen? Um wie viel?
– Wollen Sie mehr Produkte verkaufen? Wie viele mehr?
– Wollen Sie das Produkt bekannter machen oder die Leistung besser erklären? Was war bisher unklar an dem Produkt bzw. wurde nicht wahrgenommen?

2. Definieren Sie Ihre KPIs um spätere Video Performance zu messen?
KPIs steht für „Key Performance Indicator“ und werden als Messlatte zur Erreichung Ihrer Ziele verwendet.
Hier ist es wichtig Ihre Ziele in messbare Zahlen zu verwandeln.

– Sie wollen Ihren Absatz erhöhen: Um wie viel?
– Sie wollen mehr Produkte verkaufen: Wie viele mehr?
– Sie wollen das Produkt bekannter machen und die Leistung besser erläutern: Was war bisher unklar an dem Produkt bzw. wurde nicht wahrgenommen?

Schreiben Sie diese Kennzahlen runter und geben Sie einen Zeitraum an, indem Sie die Ziele erreichen wollen. In einem Monat, einem Quartal, in einem Jahr?
Es macht auch Sinn möglichst Meilensteine zu setzen, um die Ziele auf dem Weg zum Hauptziel regelmässig zu überprüfen.
Wenn Sie Ihr Ziel beispielsweise in einem Jahr setzen, sollten Sie nicht erst zum Schluss die Prüfung ansetzen, denn so gibt es keine Chance auf Optimierung Ihrer KPIs.

3. Wählen Sie die richtigen Video-Analytics Tools
Haben Sie nun alle Messgrössen zusammen, wählen Sie die richtigen Analytics Tools für Ihr Video aus.
Wo haben Sie Ihr Video überall hochgeladen? Gibt es dort interne Analytics Tools wie bei YouTube, Vimeo oder Facebook?
Reicht Ihnen das aus oder wollen Sie lieber ein übergreifendes Tool für alle Video-Marketingkanäle einrichten?
Sie sollten dies auf jeden Fall vorher entscheiden und alle Programme auf Ihre KPIs einstellen.

4. Überwachen Sie die Performance Ihrer Videos
Nach dem Sie die KPIs auf Ihrem Dashboard im ausgewählten Analytics-Tool eingestellt haben, überwachen Sie die Ergebnisse regelmässig.
Wenn Sie merken, dass niemand Ihr Video ansieht, sollten Sie noch mal an Ihren Marketing-Masssnahmen zum Bewerben des Videos arbeiten.
Hier kurz ein paar Tipps, wie man zu mehr Views kommt:
1. Teilen Sie Ihr Video auf allen Marketingkanälen, Foren und Blogs, in denen sich Ihre Zielgruppe aufhält.
2. Kommentieren Sie neue, beliebte Blogbeiträge, die zu Ihrem Video passen und posten Sie den Link zum Video.
3. Schreiben Sie Ihren eigenen Blogpost über das Thema Ihres Videos. Ist Ihr Blog nicht sehr bekannt, dann reichen Sie ihn als Gastbeitrag bei anderen bekannten Bloggern ein, die zu Ihnen passen.
4. Fragen Sie Freunde und Influencer an, Ihr Video auf Social Media zu teilen.

Nach dem Sie Ihre Marketing-Massnahmen verbessert haben, gehen Sie zurück zu Ihrem Dashboard und sehen Sie nach, ob sich etwas dadurch verbessert hat.

5. Optimieren Sie Ihr Video
Hat Ihr Video zu wenig Views (weniger als 1000 Ansichten), sind Ihre Marketing-Massnahmen wahrscheinlich ungenügend.

Gehen Sie noch mal durch und überprüfen Sie:
1. Die Einstellungen auf Plattformen wie YouTube, Vimeo und Facebook, wo Sie das Video hochgeladen haben. Hier sollten Keywords, Tags, Beschreibungen und Titel immer ausgefüllt sein.

2. Ändern Sie die Voransicht des Videos (Thumbnail). Der erste Eindruck zählt. Oft wird beim Hochladen von YouTube & Co eine Voransicht vorgeschlagen. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Thumbnail das Video am besten erklärt. Wenn Sie keine passende Voransicht im Video finden, erstellen Sie selbst eine und laden Sie diese hoch. Zum Beispiel mit kurzem Text, CTA, Logo, etc.

3. Ist die Conversionrate zu gering, schauen Sie nach an welcher Stelle der Zuschauer im Video abspringt. Gegebenenfalls optimieren Sie das Video.

4. Überprüfen Sie ob Ihr Call-To-Action (CTA) am Ende des Videos klar und deutlich ist. Oft liegt es auch daran, dass nach Ende des Video nichts passiert, weil der Zuschauer keine klare Anweisung hat, was er machen soll.

5. Hilfreich ist auch den Link zum Call-To-Action unter dem Video zu integrieren. So erspart man dem Zuschauer das Eintippen der Website oder Landingpage und minimiert somit die Absprungrate.

 

Wenn Sie alle 5 Schritte durchgegangen sind, gehen Sie wieder zu Schritt 4 und 5 zurück, die immer wieder nach den ersten Einstellungen wiederholt werden sollten.
Wenn die gewünschten Resultate immer noch ausbleiben, sollten Sie sich überlegen ob Ihre Video-Ziele oder KPIs nicht realistisch oder messbar genug sind. In dem Fall sollten Sie wieder zurück zu Punkt 1 gehen und den Analyse-Prozess wiederholen.

Denken Sie dran, dass das keine einmalige Sache in Ihren Marketing-Aktivitäten ist. Es gehört als regelmässiger Bestandteil zu Ihren Marketing-Massnahmen dazu.